Hausbesuche
AMCHA unterstützt durch Hausbesuche jene Überlebenden, die aufgrund eingeschränkter oder fehlender Mobilität an ihr zu Hause gebunden sind. Der Grad der Hilfsbedürftigkeit variiert stark. Diejenigen Klienten, die an komplexen sozialen Defiziten oder Krankheiten leiden, werden darin unterstützt, solange wie möglichst selbstständig ihren Alltag zu gestalten.
Dieses Programm ist darauf ausgerichtet, häusliche Betreuung anzubieten und die Dienste kommunaler Organisationen zu ergänzen und zu vernetzen. Oft sind jene kommunalen Dienstleister nur begrenzt in der Lage, die Versorgung dieser sensiblen Menschen zu gewährleisten.
Die Betreuung durch die Mitarbeiter kann in verschiedenen Sprachen erfolgen und wird sowohl bei den Hausbesuchen als auch in Altenheimen, Krankenhäusern, Pflegestationen und Hospizen angeboten. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters wird der Bereich »Hausbesuche« immer dringlicher.

Die meisten schwer erkrankten Überlebenden sterben im Krankenhaus oder in Pflegeheimen. Es besteht jedoch oft der Wunsch, zu Hause im Kreis der Familie und Freunde zu sterben. Sich auf den Tod einzulassen ist eine schwere Aufgabe für alle Menschen. Für Überlebende des Holocaust bedeutet es die Konfrontation mit längst vergessen geglaubten Erinnerungen und dem erneuten Trauern um das, was sie einst verloren haben.
Auch Sterbebegleiter brauchen Trost und Anteilnahme, müssen sich über ihre Ängste, ihre Trauer und ihre Erschöpfung aussprechen. AMCHA bietet Kurse für Pflegekräfte. Für Angehörige bietet AMCHA Unterstützung und Beratung mit dem Ziel, Selbsthilfegruppen aufzubauen. |